Wer will dass die Welt so bleibt…

… wie sie ist
der will nicht
dass sie bleibt

So wurde ich Mitte der 80er Jahre in der Schülerzeitung des Humboldt-Gymnasiums auf Erich Fried aufmerksam, einen begnadeten Wortkünstler, dessen Werke mich seitdem begleiten.

Entstanden sind diese Zeilen angesichts des atomaren Wettrüstens; schon damals standen sie für mich für viel mehr: Waldsterben, Ozonloch und die Bedrohung unserer Lebensgrundlagen insgesamt.

Viele Jahre und Ereignisse, die uns hätten aufrütteln müssen, später sollte eigentlich auch den Letzten klargeworden sein, dass wir mit unserer derzeitigen Lebensweise schon jetzt Krisen und Katastrophen verursachen und zukünftiges Wohl-Sein, Wohlstand und Freiheit gefährden. Für mich ist dies Antrieb genug! Diese Überzeugung begründet auch unser politisches Handeln hier vor Ort. Deshalb hat die grüne Ratsfraktion (bzw. als Teil der Gruppe 17 im Rat) in dieser Wahlperiode verschiedene Anträge eingebracht: z. B. einen detaillierten Aktionsplan zur Förderung der Artenvielfalt auf städtischen Flächen, Haushaltsanträge zur energetischen Sanierung kommunaler Gebäude, die Prüfung der Fördermöglichkeiten für einen städtischen Klimaschutzmanager, aber auch einen Appell an die heimischen Bundestagsabgeordneten gegen die Verwässerung des dann beschlossenen Lieferkettengesetzes, weil auch wir in Bad Pyrmont Teil der einen Welt sind.

Oft habe ich hier in Diskussionen das Gefühl, dass Veränderung als bedrohlich oder an sich schlecht wahrgenommen wird, weil doch Gutes bewahrt werden soll. Das ist erst einmal eine legitime Sichtweise, und nicht alles ist gut, nur weil es neu und anders ist. Allerdings sind wir an einem Punkt angekommen, an dem ein „Weiter so“ nicht Bewahrung, sondern Verschlechterung und im schlimmsten Fall Zerstörung bedeutet. Und dann kann es eben doch sein, dass ein Tag die Politik verändern sollte – sie verändern muss. Alles andere wäre jetzt verantwortungslos.

Dafür werbe ich: Diesen Weg in Bad Pyrmont mit verstärkten Anstrengungen weiterzugehen, um durch Veränderung Gutes zu bewahren.

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